Kinderschutzbund Immenstadt

Aktuelle Fortbildungen:

Auch im letzten Kindergartenjahr fand bereits die 4. Fortbildung für Krippenerzieherinnen statt. Eine Gruppe von 10 Fachpersonen (Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen) traf sich an 7 Seminartagen, um Fragen zur frühkindlichen Bindung und Entwicklung zu klären, die professionelle Haltung in herausfordernden Situationen zu stärken, aber auch, um die Veränderungen im Berufsbild zu diskutieren. Wieder einmal zeigte sich, dass in diesem Bereich sehr engagierte und kompetente Fachleute tätig sind. Auch hat sich das gesellschaftliche Bild der Kinderkrippe in den letzten Jahren sehr gewandelt, da heute für die meisten Kinder aber auch Kleinkinder Fremdbetreuung ein Teil ihres Lebens ist.

Zusätzlich konnten wir den Teilnehmerinnen regelmäßige Termine für fachliche Begleitung anbieten, um aktuelle Fragen und Schwierigkeiten durch Gruppenarbeit, Rollenspiel und Beratung zu bearbeiten und Unterstützung im Berufsalltag zu bieten. Auch die Themen - Gewalt gegen Kinder, Vernachlässigung und sexueller Missbrauch in der Familie - wurden in einer eigenen 2-Tage-Einheit bearbeitet:

Erkennen – Beurteilen – Handeln sind die drei zentralen Säulen zum professionellen Umgang mit diesem Problembereich. Eine erneute Ausschreibung ist für dieses Jahr geplant.


Unsere Ziele und deren Umsetzung

Ein Hauptanliegen unserer Kinderschutzarbeit ist die Gewaltprävention. Deshalb wurde 1994 das Fortbildungs- und Vernetzungsprojekt "Systemisches Handeln bei sexueller Gewalt gegen Kinder, Kindesvernachlässigung und Kindesmisshandlung mit dem Ziel der Vernetzung der Fachleute im Oberallgäu" ins Leben gerufen.

Die Arbeit mit Kindern, die gewaltbelastet in ihren Familien aufwachsen, stellt besondere Anforderungen an die Fachleute, Anforderungen an ihr Wissen über Entstehungsbedingungen von Kindesvernachlässigung, Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch, an ihre Kenntnisse von diagnostischen und beraterischen Möglichkeiten, an ihre Kenntnisse über Vorbeugungs- und Eingriffsstrategien und an ihre Kooperationsfähigkeiten.

Wir wollen über kontinuierlich stattfindende Fortbildungen ein gemeinsames Grundlagenwissen für Fachleute aufbauen, die im Oberallgäu mit gewaltbelasteten Kindern und deren Familien arbeiten. Vermittelt wird durch unsere Vorträge und Seminare ein professionelles Vorgehen bei sexuellem Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung mit den Methoden des familienorientierten systemischen Ansatzes.

Außerdem streben wir an, durch die Förderung der kontinuierlichen Zusammenarbeit aller Fachkräfte, die an unseren Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen haben und die im „Sozialen Netzwerk Oberallgäu“ zusammengeschlossen sind, den fachlichen Austausch und eine gute Kooperation zu pflegen.

Bisher von uns organisierte Veranstaltungen
- 4 Seminarreihen mit jeweils 18-20 Fortbildungstagen, an denen im Verlauf von 12 Jahren 138 Fachleute, die beratend tätig sind, teilnahmen.
- 9 Seminarreihen mit jeweils 8-14 Fortbildungstagen, an denen im Verlauf von 12 Jahren 141 pädagogische Fachkräfte teilnahmen.

Projektbegleitende Vorträge und Seminare
- 3 öffentliche Vorträge für Fachleute mit jeweils 200 TeilnehmerInnen
- berufsgruppenbezogene Vorträge und Seminare für Richter, Rechtsanwälte, Ärzte und Lehrer
- jährlich 1 Wochenende Fortbildung der Familienhelfer des Kinderschutzbundes
- ca. 5 Vorträge pro Jahr für Eltern

Insgesamt besuchten die Vorträge und Seminare 1500 Personen.